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Tal einwärts kommend erblickt man gleich am Dorfeingang – etwas oberhalb des Schlusshanges der Weltcupabfahrtspiele „Saslonch“ – einen stattlichen Ansitz. Ursprünglich als „Grödner Schloss“ bekannt, verdankt die Anlage einer Fischzucht rundum (zwölf kleine Weiher soll es damals hier gegeben haben) ihren heutigen Namen: Fischburg. Freiherr Engelhard Theodor Dietrich von Wolkenstein hatte sie in der Zeit von 1622 bis 1641 erbauen lassen. Außen hat die Burg eher wehrhaftes Aussehen, viel freundlicher sieht es innerhalb der Mauern aus. Zwei Wohnanlagen im späten Renaissancestil, eine Kapelle und zwei Arkadenhöfe weisen darauf hin, dass es sich hier um eine herrschaftliche Wohnstätte handelte. Die Gemeinden St. Christina und Wolkenstein benützten das Schloss bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts als Armenhaus. Seit 1926 ist es jedoch in Privatbesitz und kann daher nicht besichtigt werden.
An der Steviawand, am Langentaleingang, kann man heute noch die Ruine der ursprünglich mehrstöckigen, bewohnten Anlage von Schloss Wolkenstein bewundern. Einer der ersten, vielleicht der erste Burginhaber, scheint 1225 Heinrich Maulrapp zu sein. 1292 erwarb diese Burg Randolf von Villanders, der sich von nun an „von Wolkenstein“ nannte und Ahnherr der mächtigen Grafen von Wolkenstein wurde. Um 1380 übersiedelten die Wolkensteiner von dieser Felsenburg zur Trostburg, die noch heute am Eingang des Grödnertales, oberhalb von Waidbruck steht und während der Sommermonate besichtigt werden kann. Die Burg Wolkenstein diente seitdem nur noch als Jagdschloss und Sommerresidenz des Grafen, 1525 war diese Burg bereits eine Ruine. Sie wurde seitdem nicht wieder aufgebaut.
Wilhelm von Wolkenstein ließ bereits im Jahre 1503 an der Stelle, wo jetzt die Pfarrkirche steht, eine Kapelle zu „Maria Hilf“ bauen. An der Außenmauer der Sakristei, die noch aus dem damaligen Bau stammt, findet man heute noch einen bemalten Wappenstein. Er stammt aus dem Jahre 1503 und stellt das Wappen der Grafen von Wolkenstein dar: Wolken und Bergspitzen in blauem Himmel. Die Kapelle wurde dann mehrmals vergrößert (1517, 1670, 1789) und erhielt im Jahr 1678 den jetzigen Turm (36 m hoch). Die Kirche im neugotischen Stil wurde zwischen 1870-72 errichtet. Heutzutage ist noch der Altarteil zu bewundern, denn sie wurde im Sommer 1988 erweitert. Das Gnadenbild am Hochaltar ist eine Kopie der Madonna mit dem Kind von Lukas Cranach; das Original befindet sich im Dom zu St. Jakob in Innsbruck. Die Pfarrkirche von Wolkenstein wird von den Grödnern noch heutzutage als Wallfahrtskirche verehrt und aufgesucht Eine kleine Kapelle im Ortsfriedhof (am Eingang links) ist den Bergopfern gewidmet. In einem bronzenen Buch sind die Namen aller Berg-Toten verzeichnet. Es soll an all jene erinnern, die ihre Liebe zu unseren Bergen mit dem Tode bezahlen mussten. Gleichzeitig soll es aber auch eine Mahnung zu größerer Aufmerksamkeit für all jene sein, die zu Bergtouren aufbrechen.
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